Sicherheitsdienstleistungen

Vorbeugen gegen Einbruch

Wie man es Einbrechern schwer macht

Die Medien berichten auf täglicher Basis über die Entwicklung der Kriminalität in Deutschland. Kein Tag vergeht ohne eine Meldung über eine spektakuläre Straftat als Schlagzeile der Boulevardpresse. Das subjektive Sicherheitsgefühl der Bevölkerung sinkt. Die jährlich veröffentlichte Kriminalstatistik beweist die Entwicklung der Kriminalität detailliert nach Ländern und Kommunen. Sicherheit geht uns aber alle an und man ist gut beraten, Maßnahmen zu seiner persönlichen Sicherheit zu treffen. Falsch wäre der Ansatz - "mir wird schon nichts passieren".

Klischees

Lassen Sie uns zuerst mit den typischen Klischees aufräumen:

Es wird nur "nachts" eingebrochen!

Dieses trifft nicht ganz zu. Einbrecher kommen häufig dann, wenn sich niemand in der Wohnung bzw. im Haus befindet, auch tagsüber. Einbrecher haben auch "Arbeitszeiten" und diese deckt sich unter Umständen mit Ihrer.

Ich habe keine Wertgegenstände, die es zu stehlen lohnt!

Die meisten unterschätzen ihren Besitz an Wertgegenständen. Einbrecher finden immer lohnende Beute.

Die Täter kommen immer überall rein!

Einbrecher sind oft Gelegenheitstäter. Sie steigen dann ein, wenn sich ihnen günstige Gelegenheiten bieten (keiner Zuhause, offene Türen und Fenster).

Ein Einbrecher muss sofort verhaftet werden!

Einbrecher wollen nicht entdeckt und erkannt werden. Sie vermeiden jede Art von Konfrontation. Kommen Sie in die Lage und bemerken einen Einbrecher bei sich in den Wohnräumen, stellen Sie sich ihm nicht in den Weg. Heldentum ist in dieser Situation nicht gefragt. Informieren Sie, je nach Situation sofort danach die Polizei und versuchen Sie eine genaue Täterbeschreibung zu erlangen.

Wenn ich eine Alarmanlage habe, bricht keiner ein!

Einbruchmeldeanlagen verhindern keinen Einbruch, sondern melden ihn nur. Sichtbare Sicherungstechnik ist für den Einbrecher abschreckend, denn es bedeutet für den Täter eine erhöhte Einstiegszeit.

Meine Versicherung zahlt alles!

Den materiellen Wert können Versicherungen ersetzen, jedoch nicht den ideellen. Haben Sie einmal geprüft, ob Ihr Versicherungsschutz noch ausreichend ist?

Vorbeugung im Umfeld

Wie kann sich jeder schützen? Oft sind es "Kleinigkeiten" die zu unserem Wohlbefinden beitragen. Es sind auch nicht immer mechanische Sicherungen und elektronische Gefahrenmeldeanlagen notwendig, sondern Verhaltensweisen, die für einen potenziellen Einbrecher abschreckend wirken. Die nachfolgend aufgeführten Verhaltensweisen sind die ersten Schritte zur Kriminalitätsvorbeugung. Sie befassen sich mit dem Zeitpunkt Ihrer Abwesenheit

  • Verschließen Sie Haus- bzw. Wohnungsabschlusstüren auch bei kurzfristiger Abwesenheit. Ziehen Sie die Tür nicht nur ins Schloss, sondern schließen Sie die Tür zweifach ab. (Dies ist auch eine Forderung der Hausratversicherung).
  • Offenstehende und/ oder gekippte Fenster/ Fenstertüren locken Einbrecher an. Schließen Sie diese immer beim Verlassen der Wohnräume.
  • Verstecken Sie niemals Ihren Haus- oder Wohnungsschlüssel draußen bzw. am Eingangsbereich. Einbrecher kennen jedes Versteck.
  • Innentüren und Schränke nicht verschließen (es sei denn, Versicherungsauflagen fordern dies).
  • Lassen Sie durch Personen Ihres Vertrauens regelmäßig Haus oder Wohnung betreuen.
  • Sorgen Sie für ein belebtes Bild in Ihrem Haus oder Wohnung bzw. im Umfeld (Rollladen bewegen, Briefkasten leeren, Mülltonnen herausstellen, Licht über Zeitschaltuhren steuern tagsüber ggf. ein Radio einschalten usw.).
  • Verschließen oder sichern Sie Tätereinsteighilfen (Leitern, Gartenmöbel, Mülltonnen, etc.) sowie Werkzeuge und Gartengeräte, die Täter zum Einbruch nutzen könnten.
  • Schalten Sie außen liegende Wasser- und Stromquellen ab.
  • Deponieren Sie Schmuck, Bargeld, Sparbücher u. a. wertvolle Gegenstände in einem Bankschließfach oder in einem geprüften Wertbehältnis (Tresor, Werteraum).

Die o.g. Maßnahmen sind wichtig und nützlich, dürfen aber nicht überbewertet werden. Informieren Sie vertrauenswürdige Personen/ Nachbarn über Ihre Abwesenheit und die von Ihnen getroffenen Maßnahmen, die Ihr Haus/ Ihre Wohnung belebt erscheinen lassen. Die Kriminalstatistik in Deutschland weist aus, dass über ein Drittel aller Wohnungseinbrüche am Tage geschehen. Die nachfolgenden Hinweise sind Schritte zur Kriminalitätsvorbeugung und Verhaltensmaßnahmen bei Anwesenheit.

  • Lassen Sie bei einer Außentüre mit Glasfüllung den Schlüssel niemals innen stecken.
  • Wenn Ihnen Ihr Schlüssel abhanden gekommen ist, tauschen Sie die Schließzylinder umgehend aus.
  • Öffnen Sie auf Klingeln nicht bedenkenlos die Tür, und nutzen Sie konsequent Ihre Gegensprechanlage (falls vorhanden). Vergewissern Sie sich durch den Türspion und/oder einen Sperrbügel (Türspaltsperre), wer zu Ihnen möchte.
  • Reagieren Sie unbedingt auf Klingeln an Ihrer Tür und machen Sie sich bemerkbar; es könnte eine Anwesenheitskontrolle der Einbrecher sein.
  • Treten Sie selbstbewusst und energisch auf bei Personen, die an Ihrer Tür etwas von Ihnen verlangen. Lassen Sie sich nie auf längere Diskussionen ein, verweisen Sie auf Ihr Hausrecht, bitten Sie notfalls Nachbarn hinzu.
  • Notieren oder Speichern Sie wichtige Telefonnummern (z. B. Polizei 110, Feuerwehr 112, Hausarzt, etc.), um schnell Hilfe rufen zu können.
  • Geben Sie gegenüber Fremden keine Auskünfte über Ihre oder des Nachbarn Lebensgewohnheiten (z. B. "Meine Nachbarin ist im Urlaub")
  • Wenn Sie Geräusche oder Beobachtungen im Haus machen, vermeiden Sie einen Täterkontakt. Ziehen Sie sich zurück und informieren Sie die Polizei. Heldentum ist nicht gefragt.


Gesundes Misstrauen verunsichert Einbrecher, Trick- und Einschleichdiebe.

Sicherungstechnik

Es wird vermutet, dass ein Drittel der Einbrüche an sicherungstechnischen Maßnahmen scheitert. Diese Aussage kann für Interessenten bereits ein Anlass sein, um sich für eine "Alarmanlage" in seinem Wohnraum zu entscheiden. Der Einbau von mechanischen und elektronischen Sicherungsmaßnahmen erfordert eine individuelle Beratung, die Ihre persönlichen Bedürfnisse sowie die baulichen Gegebenheiten miteinander verbinden, um den größtmöglichen Schutz zu gewährleisten. Wir möchten Ihnen eine Übersicht geben, auf welche Punkte man achten sollte, wenn Sie sich für den Einbau einer sicherungstechnischen Maßnahme entscheiden.

Welche sicherungstechnischen Maßnahmen sinnvoll und notwendig sind, richtet sich nach den Verhältnissen (z. B. Lage des Objektes) und Ihren Bedürfnissen. Mechanische Sicherungen stehen an erster Stelle. Sie sind die wesentliche Voraussetzung für einen wirksamen Einbruchschutz. Bereits in der Neubauplanung/ Umbauplanung sollte der Einbruchschutz mit berücksichtigt werden. Denn dann sind Sicherungsmaßnahmen meist kostengünstiger und effektiver als im Zuge einer Nachrüstung. Doch auch an schon bestehenden Objekten kann der Einbruchschutz durch Nachrüstungsmaßnahmen deutlich verbessert werden.

Wichtig für die Auswahl sicherungstechnischer Produkte sind die Wirksamkeit und deren fachgerechte Projektierung sowie Montage durch qualifizierte Errichterunternehmen. Lassen Sie sich über den Aufbau einer Gefahrenmeldeanlage (GMA) und die an diese zu stellenden Anforderungen durch Fachleute, z. B. (Kriminal) Polizeiliche Fachberater, individuell und eingehend beraten.
Die Planung und Installation einer GMA sollte möglichst so angelegt sein, dass bei einem Einbruchversuch die Alarmauslösung bereits erfolgt, bevor Einbrecher die mechanischen Sicherungseinrichtungen überwunden haben (so genannter Widerstandszeitwert).

Eine Einbruchmeldeanlage (EMA) ist so zu planen und zu installieren, daß sie nur scharf geschaltet werden kann, wenn sie in allen Teilen funktionsfähig ist. Eine EMA sollte nicht nur vorhanden sein, um eventuell akustische sowie optische Signale auszulösen. Sie sollte Dritte informieren (wie z. B. ein Sicherheitsunternehmen), die Hilfe (Polizei, etc.) verständigen können.

Wichtig ist nicht nur das Vorhanden sein einer EMA, sie sollte auch aktiviert bzw. scharfgeschaltet sein, bei Abwesenheit und auch bei Anwesenheit.


Schlusswort

Wir haben Ihnen viele Hinweise und Anregungen geben können, die Sie beachten sollten. Hierzu ist es erforderlich, nicht nur einzelne Teilaspekte umzusetzen, sondern die Summe der Maßnahmen kann Ihren persönlichen Schutz bzw. den Ihrer Familie erhöhen.

Der Bereich Sicherungstechnik wurde für diese Information auf das Notwendigste begrenzt, da zu diesem Thema das Angebot an mechanischen sowie elektronischen Sicherungsmöglichkeiten zu vielfältig ist.

11.02.2011

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